Gesellschaft
Bildquelle: Cedric Holstein
Beim Parkieren nicht aufgepasst und schon ist es passiert.
Ein Kratzer, eine Beule oder ein umgeknickter Seitenspiegel. Parkschäden gehören zum nervigsten was einem im Alltag passieren kann. Langjähriger Automechaniker und Geschäftsführer der Bildweiher Garage in St. Gallen Marcel Drittenbass zeigt auf, wie sich die Karosserie eines Autos über die Jahre verändert hat und was dabei alles Kaputt gehen kann.
«Eine Stossstange ist nicht mehr nur eine Stossstange»
Dass ein modernes Auto mehr Technik enthält als ein älteres Modell, dürfte klar sein. Was diese Entwicklung aber mit sich bringt, sind teurere Reparaturen. Was früher ein kleiner Kratzer beim Ausparkieren war, kann heute einen Schaden von bis zu 10’000 Franken bedeuten. «Eine Stossstange ist nicht mehr nur eine Stossstange», sagt Marcel Drittenbass, langjähriger Automechaniker und Gründer der Bildweiher Garage in St. Gallen. Früher bestand eine Stossstange aus einem einzigen Teil. Heutzutage können bei einem Schaden im Bereich der Stossstange über zehn verschiedene Einzelteile betroffen sein. Diese Entwicklung zeigt sich auch auf der Rechnung nach einem Parkschaden. Laut einer Auswertung von Comparis sind kleinere Reparaturen an der Karosserie innerhalb von zwei Jahren bis zu 50 Prozent teurer geworden. Die Digitalisierung der Automobilindustrie hat Marcel Drittenbass in seinen 48 Jahren als Mechaniker hautnah miterlebt. «Damals habe ich mit Schlüssel und Schraubenzieher angefangen. Die nächste Entwicklung war dann die erste Elektronik in Autos», erinnert er sich. Heutzutage sei das Ganze aber Hightech-Arbeit. «Diese Entwicklung musste ich dann auch noch mitmachen», fügt er lachend hinzu.

Bildquelle: Bildweiher Garage AG, Marcel Drittenbass
Was tun, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben?
Der grösste Fehler beim Touchieren eines anderen Autos ist Fahrerflucht. In solchen Fällen verlangen Versicherungen oft eine komplette Rückzahlung. Als Fahrerflucht zählt auch das Hinterlassen eines Zettels mit den eigenen Angaben. Richtig verhält man sich, indem man auf die Person, der das Fahrzeug gehört, ungefähr 30 Minuten wartet. Falls niemand auftaucht, ruft man die Polizei.
Cedric Holstein / 26.08.2026