Bebe Rexha ist die nächste Pop-Künstlerin, die sich aus der Major-Label-Machinerie befreit. Ihr viertes Studioalbum «DIRTY BLONDE» hat die US-Amerikanerin mit albanischen Wurzeln in Eigenregie veröffentlicht. Keine Kompromisse, sondern die rohe, ungefilterte Bebe Rexha-Power ist das, was wir auf der Platte erhalten. Es verwundert daher auch nicht, dass die Themen, die das Album anschneidet, nicht immer geprägt sind von Friede, Freude, Eierkuchen. Rexha spricht in ihren Lyrics unter anderem Themen wie Selbstzweifel oder gar Selbsthass an, der oft durch negative Kommentare zu ihrem Aussehen ausgelöst wurde. So sah sich die Sängerin in der Vergangenheit mit Fatshaming konfrontiert, was an niemandem einfach spurlos vorbeigeht.
Auch wenn die Themen auf «DIRTY BLONDE» zeitweise dunkler daherkommen, ist die Platte musikalisch auf den Dancefloor ausgelegt. Denn die Bebe Rexha-Erfolgsformel wird erneut perfekt angewendet. Diese beinhaltet die Vermischung von Rexhas Gespür für die grossen Pop-Hooks und ihrem Songwriting-Talent mit grossen, tanzbaren EDM-Instrumentals und -Produktionen. Dafür hat sie erneut mit Dance-Grössen wie David Guetta oder Faithless zusammengearbeitet.