Album der Woche
«Asleep in the Garden of Infernal Stars». Das ist nicht etwa der Titel eines 1000-seitigen Fantasy-Epos, sondern der Name des neuen Albums von Seven Lions. Einen besseren Titel hätte der Kalifornier kaum wählen können. Denn so wie es grosse Fantasyautorinnen und -autoren schaffen, in ihren Büchern komplett neue Welten und Zivilisationen entstehen zu lassen, tut dies auch Jeff Montalvo alias Seven Lions mit seinen Produktionen.
Die Tracks auf «Asleep in the Garden of Infernal Stars» haben eine regelrechte Sogwirkung. Wenn man beim Zuhören die Augen schliesst, kann es passieren, dass man vollständig in andere Sphären abdriftet. Die ruhigen Momente sorgen für emotionale Tiefe, während die Buildups die Euphorie bis ins schier Unermessliche steigern, bevor die Drops schliesslich alle Mauern einreissen. Genretechnisch bewegt sich die Platte zwischen melodischem Dubstep, House, Drum&Bass, EDM und sogar Metal.
«Asleep in the Garden of Infernal Stars» ist Kopfkino pur. Wer auf musikalischen Bombast steht, sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren.