Die Newcomer-Karte dürften die Aeronauten spätestens nach dem 20-Jahre-Jubiläum, das mit der «Too Big To Fail»-Doppel-LP und einer Live-Platte schön gefeiert wurde, wohl mittlerweile ausgespielt haben. Trotzdem darf man sich bei der Truppe immer wieder auf neue Streiche freuen. Denn hier kommt «Heinz»! Auf ihrer elften Platte haben sich die Aeronauten ausgelassen bei neuen Genres bedient und liefern, wie sie so schön sagen, eine «literarische Discoplatte», entspannt zwischen Absurditäten, Spass und Reflexion. Produzenten-Koryphäe Olifr «Guz» Mauermann (u.a. Stahlberger, King Pepe; Kummerbuben), angenehmerweise auch Sänger der Aeronauten, hat «Heinz» mit viel Wumms und Verve produziert. Der gewohnte Schuss Punkrock und einige atemberaubende Ausflüge in die Instrumentalmusik dürfen natürlich nicht fehlen. Neu auch mit Querflöte.
Der titelgebende Kopf des Albums ist Heinz, ein Stadtoriginal, das dort am Rhein jeder kennt. Heinz behauptet, es sei ihm «egal», dass die Aeronauten ihm ein Album widmen. In Wirklichkeit freut er sich wie ein Schneekönig, zählt seine Google-Einträge auf, und schleicht sich dann doch des Öfteren an ein Aeronauten-Konzert – sei es nur, um an der Bar Tischfussball zu spielen.
Die Band zum Album: «‹Heinz› handelt vom aufregenden Normalen und von den normalen Aufregern. Die Gegend zwischen Zürich und Bern nennt man ‹Mittelland› und die grösste Sünde ist es dort, irgendetwas zu übertreiben. Trotzdem ist dieses Mittelland bevölkert mit Heinzen, Erichs und Herr Bärs. Und damit man nicht selber verrückt wird, spielt am Samstag irgendwo Ottos kleine Hardcore Band. Am Ende ist jeder aber doch nur eine Insel. Und dann dockt Kampfstern Galactica an, Die Aeronauten steigen aus und retten die Welt. Vielleicht sogar dich. Schaffhausen ist überall.»
Video zur aktuellen Single «Ottos kleine Hardcore Band»
https://www.youtube.com/watch?v=FuLkUT1f4XU