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Mit KI ist es möglich geworden innerhalb von Sekunden Bilder und Videos zu generieren. Doch das fördert auch die Produktion von Fake-Videos. So genannten Deepfakes. Was kann man tun, wenn man sich plötzlich selbst in einem Video erkennt?
Die Deepfakes haben die Welt und damit auch die Ostschweiz erreicht. Laut Simon Anderhalden, Polizeisprecher der Kantonspolizei St.Gallen sind es zwar erst vereinzelte Fälle. Diese steigen jedoch stetig weiter an. Bei der Mehrheit der Fälle, wird aufgrund eines Fotos des Opfers, ein Video generiert. Indem sind dann meist sexuelle Handlungen zu sehen. Besonders davon betroffen sind junge Frauen.
Wie schützt man sich vor Deepfakes?
In Zeiten von Social Media und des Internets ist es fast unmöglich sich vollständig vor Deepfakes zu schützen. Denn die Mehrheit unserer Gesellschaft hat im Internet bereits ihre Fussabdrücke hinterlassen. Trotzdem sollte man sich bewusst überlegen wo und welche Bilder man von sich veröffentlicht. Besonders auch Eltern von minderjährigen Kindern müssen sich die Frage stellen, ob sie diese auf Bilder im Internet veröffentlichen wollen.
Das Motiv der Deepfake-Macher ist entscheidend
Sollte man sich jemals in einem Deepfake erkennen, kann man sich damit bei der Polizei melden. Diese steht einem beratend zur Seite und leitet die Ermittlungen ein. Da ein Deepfake grundsätzlich nicht strafbar ist, kommt es auf das Motiv der Täter drauf an. Sowie auch welche Auswirkungen der Inhalt auf das Opfer hat. Wird der Deepfake beispielsweise als Druckmittel genutzt, kann man strafrechtlich gegen Erpressung vorgehen. Oder wenn das Video pornografische Inhalte enthält, kann man sich auf das Sexualstrafrecht beziehen. Entscheidend ist auch das Recht am eigenen Bild. Wenn die Protagonistin oder der Protagonist ihr Einverständnis gegeben hat und das Video keine illegalen Inhalte zeigt, steht einem Deepfake also nichts im Wege.
Mario Roos, 18.02.2026