Gesellschaft

Aus dem Burnout gelöffelt

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Dank Dating-Apps wie Tinder, Hinge oder Bumble werden Singles vermehrt zu Opfern des Dating-Burnouts. Fake-Profile und unerfüllte Erwartungen führen zu ernsthaften psychischen Problemen. Mit ehrlicher Selbstreflexion finden Betroffene wieder zurück zu erfolgreichem Dating.

Bequem zuhause auf dem Sofa die grosse Liebe finden. Das ist heutzutage dank Dating-Apps möglich. Doch endloses Swipen birgt Gefahren. Das unbegrenzte Angebot an Profilen und möglichen Partnern oder Partnerinnen führt zu einer Überstimulation. Aus diesem Grund vernachlässigen die Partnersuchenden ihre eigenen Werte und achten nur noch auf das Äussere. Spätestens beim ersten Date fällt dieses Manko auf. Plötzlich ist die Person, mit der man sich online noch gut verstanden hat, doch nicht mehr so toll. Über längere Zeit führen diese Enttäuschungen zu Frustration und schlussendlich zu Selbstzweifeln.

Erlernte Selbstlosigkeit

Bin ich ein schlechter Beziehungsmensch? Bringt Dating grundsätzlich etwas? «In der Psychologie spricht man auch von erlernter Hilflosigkeit», erklärt die Paartherapeutin Larissa Cano: «Ich habe keinen Erfolg, also erstarre ich und bleibe stecken.» Betroffene sind dann lieber allein, als erneut enttäuscht zu werden und haben Angst davor, neue Leute kennenzulernen.

Back to the roots

Wieder Vertrauen in sich selbst und ins Dating zu erlangen, ist schwierig, aber möglich. Die Lösung ist Selbstreflexion. Larissa Cano empfiehlt: «Back to the Roots, und sich fragen, was brauche ich, was gibt mir Sicherheit, was bin ich mir in Beziehungen gewohnt». Auf diese Weise kommt das Bewusstsein dafür zurück, wonach gesucht wird und hilft, wieder mehr auf die inneren Werte zu schauen.

Spooned

Auch dabei helfen kann die von Larissa Cano gegründete Plattform Spooned (englisch für gelöffelt). Auf dieser hat man die Möglichkeit, während der Dating-Phase eine eben solche Selbstreflexion durchzuführen. Anschliessend können sich die suchenden Singles für Events anmelden und dort Gleichgesinnte treffen.

Paartherapeutin Larissa Cano erklärt das Dating-Burnout

Laurin Flütsch, 16.02.2026